Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 betreiben, stehen unter dem Druck, jedes Jahr aufs Neue mithilfe von Energieleistungskennzahlen nachzuweisen, dass sich die energiebezogene Leistung des Unternehmens verbessert hat. An diesen Nachweis ist die Aufrechterhaltung des ISO-Zertifikats geknüpft.
In der Praxis greifen viele Unternehmen dabei auf einfache, spezifische Kennzahlen (z.B. kWh pro Stück, kWh pro m²) zurück. Diese Kennzahlen sind jedoch nicht in allen Fällen normkonform und oft nur eingeschränkt aussagekräftig, da sie äußere Einflussfaktoren wie Auslastung, Produktionsmix, Witterung oder Betriebszustände (relevante Variablen) nicht ausreichend berücksichtigen.
Dadurch kann es trotz umgesetzter Effizienzmaßnahmen sogar passieren, dass sich die Kennzahlen verschlechtern. Die DIN ISO 50006 bietet hierfür eine belastbare Lösung: Sie beschreibt eine strukturierte Methodik zur Entwicklung geeigneter Energieleistungskennzahlen (EnPIs) und energetischer Ausgangsbasen. Auf Basis von Regressionsanalysen können Energieverbräuche modelliert, relevante Einflussgrößen abgebildet und Leistungsverbesserungen normkonform und auditfest nachgewiesen werden.
In diesem Kompaktseminar wird die Methodik der DIN ISO 50006 erläutert. Dabei wird auch auf die Änderungen Bezug genommen, die sich durch die Normenrevision im Jahr 2025 ergeben haben.